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„Luxemburg ist Film“ Die Filmlandschaft Luxemburg stellt sich in Berlin vor

Montag, 18. Oktober 2010

Dass Luxemburg mehr als ein Finanz- und Bankenstandort ist, zeigt das Projekt „Luxemburg ist Film“ der Botschaft Luxemburg. Vom 18. bis zum 22. Oktober 2010 findet in Berlin eine Filmwoche statt, bei der sich die Luxemburger Filmindustrie vorstellt. An fünf Tagen werden Regisseure, Produzenten und Schauspieler mehr als 30 Lang- und Kurz-Filme präsentieren, die in Luxemburg oder mit Luxemburger Beteiligung entstanden sind. Die Berliner Partner und Spielstätten der Filmwoche, das Kino International, Die Kurbel, das Eiszeit Kino und das Zeughauskino haben sich erstmalig zu einem solchen gemeinsamen Projekt zusammen getan. Luxemburger Partner des Projekts sind der Film Fund Luxembourg, Cinémathèque Luxembourg und das Centre national de l’audiovisuel (CNA).

Zum Auftakt der Filmwoche findet am Montag den 18. Oktober die Eröffnungsgala mit der Premiere des Spielfilms „House of Boys“ des Regisseurs Jean-Claude Schlim mit Layke Anderson, Udo Kier und Luke Wilkins in den Hauptrollen im Kino International statt.

Am Dienstag stellt sich die Luxemburger Filmproduktion in der Kurbel vor. Zu sehen sind u. a. „Hochzäitsnuecht“ von Pol Cruchten, der erste Spielfilm in Luxemburger Sprache, der in die offizielle Auswahl des Festivals in Cannes eingeladen wurde, Nicolas Steils „Réfractaire“, der das Schicksal eines Luxemburger Kriegsdienstverweigerers im Zweiten Weltkrieg erzählt und als Luxemburger Beitrag für den Oscar 2010 ausgewählt wurde und „InTHIERRYview“, ein sehr persönliche Portrait, das Regisseur Andy Bausch von seinem Weggefährten, dem Schauspieler Thierry Van Werveke kurz vor dessen Tod drehte. Als Beispiele internationaler Koproduktionen, die in Luxemburg gedreht wurden, wird Volker Schlöndorffs „Der Neunte Tag“ gezeigt sowie Roman Coppolas erster Kinofilm „CQ“ mit Jeremy Davies und Gérard Depardieu. Désirée Nosbusch wird ihr Regiedebüt „Ice Cream Sundae“ mit Tippi Hedren vorstellen.

Im Eiszeit Kino steht am Mittwoch der Junge Film und der Musikfilm im Mittelpunkt. Bady Minck, die mit ihren Experimentalfilmen auf internationalen Festivals Erfolge feiert ist hier vertreten, die neue Generation von Luxemburger Regisseuren mit Max Jacoby, Beryl Koltz und Jean-Louis Schuller, dessen „Chungking Dream“ im offiziellen Programm zahlreicher internationaler Kurzfilmfestivals lief. Der Film „Sunny’s Time Now“ des Konzeptkünstlers und Filmregisseurs Antoine Prum porträtiert den amerikanischen Avantgarde- Jazzdrummer und Komponisten Sunny Murray.

Der Donnerstag steht im Zeichen des Dokumentarfilms. Die Filme stellen Luxemburger Persönlichkeiten, ihr Leben und ihr Werken vor. So der Einsatz von Großherzogin Charlotte, die während des 2. Weltkriegs aus dem Exil für ihr Vaterland kämpft, der Fotograf Edward Steichen, der nach Amerika auswanderte und einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhundert wurde, der luxemburger Sänger und Entertainer Camillo Felgen und der aus den Edgar Wallace Filmen „Hexer“ bekannte Schauspieler René Deltgen.   

Crazy Cinématographe, Europäisches Jahrmarktkino von 1895-1910, wird am Freitag im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum zu sehen sein. Die Cinémathèque Luxembourg hat aus europäischen Filmarchiven  frühkinematographische Raritäten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zusammengetragen und zeigt in alter Jahrmarkt-Tradition Kurzfilme aus den Anfängen des Kinos.

Im Rahmen der Filmwoche werden Filmschaffende nicht nur fertig gestellte Projekte vorstellen, sondern auch Produktionsbedingungen und Koproduktionsmöglichkeiten erörtern und einen Ausblick auf kommende Filmprojekte geben. So beteiligt Delux Productions sich an der Verfilmung des verschollen geglaubten Scripts „Lunatic at Large“ aus dem Nachlass von Stanley Kubrick mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle, die schon für die Delux Produktion “Das Mädchen mit dem Perlohrring“ in Luxemburg drehte. „Für immer und ewig“, eine Drei- Länder Koproduktion mit Beteiligung  der Iris Productions wurde gerade abgedreht. Lars Eidinger spielt hier den Dichter Georg Trakl.   

Das Projekt „Luxemburg ist Film“ repräsentiert  in seinem Programm,  die Vielfalt der luxemburgischen Filmindustrie. Dieses Jahr feiert die Luxemburger Filmförderung ihr 20 jähriges Bestehen. In dieser Zeit sind in Luxemburg mehr als 200 Filme mit Unterstützung des Filmfund Luxembourg entstanden. Die Filmindustrie beschäftigt rund 500 Filmschaffende,  es gibt inzwischen 18 Produktionsgesellschaften, 12 Firmen im Bereich der Postproduktion und der visuellen Effekte, ca. 20 Firmen, die in den Gewerken  Material, Kostüm, Make-up u.a. tätig sind und 4 Filmstudios sowie 3 Animationsstudios.   

Das vollständige Programm der Woche des Luxemburger Films in Berlin ist unter folgendem Link erhältlich: www.luxemburg-ist.de

Pressekontakt:

Michaela Niemeyer, Tel.: 030 94406-149, Fax: 030 94406-151,

E-Mail: mail@michaelaniemeyer.de

© Botschaft Luxemburg

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