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„Mélusine Reloaded / Rediscovered”: Podiumsgespräch und Lesung mit Laure Gauthier und Prof. Dr. Sonja Kmec Deutsch mit Elementen in französischer Sprache
Donnerstag, 5. November 2026, 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Eintritt frei, vorherige Anmeldung und Freikartenreservierung erforderlich unter
https://my.weezevent.com/melusine-reloaded-rediscovered-lesung-und-gesprach
Anlässlich der Berliner Märchentage lädt die Maison du Grand-Duché de Luxembourg ein, sich mit der mittelalterlichen Mythengestalt der Melusina auseinanderzusetzen, die auch ein populärer Bestandteil des luxemburgischen Kulturerbes ist – nicht zuletzt in Form der berühmten Skulptur von Serge Ecker in Luxemburg-Grund.
Dazu freuen wir uns, dass zwei Expertinnen zum Thema zu Gast sein werden: Die französische Autorin Laure Gauthier, die das Motiv der Melusina in ihrem Debütroman „mélusine reloaded“ belletristisch verarbeitet hat, und die luxemburgische Kulturhistorikerin Prof. Dr. Sonja Kmec, die es in ihrer Studie „Melusina rediscovered“ aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet.
Der Abend wird aus zwei Teilen bestehen. Zunächst werden Laure Gauthier und Sonja Kmec sich im Rahmen eines Podiumsgesprächs über die Figur der Melusine und ihre zeitgenössischen Interpretationen austauschen. Im Anschluss wird, nach einer kurzen Pause mit Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum, Laure Gauthier in Gestalt einer Performance Auszüge aus ihrem Roman „mélusine reloaded“ lesen.
Bei luxemburgischem Wein wird darüber hinaus Gelegenheit für einen individuellen Austausch mit den beiden Diskutantinnen bestehen.
Laure Gauthier lebt und schreibt in Paris. Sie hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht, wie u.a. kaspar de pierre (La lettre volée, 2017), je neige (entre les mots de villon) (LansKine, 2018), les corps caverneux (LansKine, 2021) und zuletzt outrechanter (La Lettre volée, 2025).
2024 erscheint ihr Debütroman „mélusine reloaded“ im Verlag Corti und als Taschenbuchformat im Verlag Points 2026. Der Roman gewinnt im Novembre 2024 den Prix du Premier Roman.
Sie hat ihren ersten poetischen Text auf Deutsch und Französisch verfasst (marie weiss rot / marie blanc rouge, 2013) und legt großen Wert auf Übersetzungen und den Begriff des Raums zwischen den Sprachen. Kaspar aus Stein (Editions Thanhäuser, 2021) wurde von Andreas Unterweger übersetzt.
Sonja Kmec ist Professorin für Kulturgeschichte an der Universität Luxemburg. 2004 hat sie an der Universität Oxford über wirtschaftliche, politische und religiöse Spielräume adeliger Frauen der Frühen Neuzeit promoviert.
In Luxemburg, wo sie aufwuchs, arbeitete sie an der neuen Universität zunächst zu nationalen Identitätskonstruktionen (Erinnerungsorte in Luxemburg, 2007-2012; Inventing Luxembourg, 2010).
Weitere Projekte beschäftigten sich mit Friedhöfen als kollektive und individuelle Erinnerungsräume (Grabkulturen in Luxemburg und den Nachbarregionen, 2019; Mobilities in Life and Death, 2023), politischer Partizipation, Militär- und Diplomatiegeschichte, sowie Geschlechtergeschichte (Frauen- und Gendergeschichte in Luxemburg, 2018; Online-Portal Musik und Gender in Luxemburg).
Veranstaltungsort:
Maison du Grand-Duché de Luxembourg
Botschaft des Großherzogtums Luxemburg
Klingelhöferstraße 7
10785 Berlin