Besuch von Yuriko Backes in Deutschland bei der militärischen Hilfsmission der EU zur Unterstützung der Ukraine – EUMAM Ukraine

Am 12. und 13. Oktober 2026 besuchte Verteidigungsministerin Yuriko Backes gemeinsam mit dem Generalstabschef der Armee, General Claude Robinet, verschiedene Einheiten der Militärischen Hilfsmission der Europäischen Union zur Unterstützung der Ukraine (EUMAM Ukraine) in Deutschland.
 


Am ersten Tag in Feldkirchen trafen sich Ministerin Backes und General Robinet mit den drei „Combat Paramedics“ der luxemburgischen Armee. Die beiden Unteroffiziere und ein Korporal sind dort derzeit für sieben Wochen im Einsatz, um ukrainischen Soldaten Fortbildungskurse zu erteilen. Das Programm umfasst insbesondere eine Ausbildung nach dem Prinzip des „Tactical Combat Casualty Care“, die darauf abzielt, die Behandlung der häufigsten medizinischen Notfälle im Einsatz zu trainieren.

Am zweiten Tag führten Ministerin Backes und General Robinet in Strausberg einen Meinungsaustausch mit den Verantwortlichen des Special Training Command (SC-T) sowie mit dem dort abgeordneten und dem Stab des SC-T zugewiesenen Unteroffizier der luxemburgischen Armee.

Am selben Tag beobachteten die Ministerin und der General in Lehnin beim HUB North eine Einheit des „Advanced Tactical & Firing Training“ für Offiziersanwärter der ukrainischen Streitkräfte. Zu den Ausbildern gehörte ein Unteroffizier der luxemburgischen Armee, der in ein Bataillon der Bundeswehr integriert ist.

 

Zur EUMAM Ukraine

Die EUMAM-Ukraine-Mission, die 2022 als Reaktion auf den Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ins Leben gerufen wurde, hat zum Ziel, Angehörige der ukrainischen Streitkräfte auszubilden, damit die Ukraine ihr Recht auf Selbstverteidigung bestmöglich wahrnehmen kann. Die Mission wird vom EU-Generalstab geleitet und besteht aus zwei Kommandozentren: dem Special Training Command in Strausberg, Deutschland, und dem Combined Arms Training Command in Zagan, Polen.

Seit Beginn der Mission wurden im Rahmen der EUMAM Ukraine etwa 100.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten auf dem Gebiet der EU ausgebildet. Seit Dezember 2022 umfasst der Beitrag der luxemburgischen Armee zu dieser Mission zwei Komponenten: eine ständige Präsenz in Strausberg im Stab sowie punktuelle Einsätze in Deutschland im Rotationsverfahren für Ausbildungsmodule in verschiedenen Bereichen: Cyber, Medizin und militärische Ausbildung.

Aufgrund des dringenden Ausbildungsbedarfs der Ukraine und der anhaltenden Unterstützung Luxemburgs für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine hat die Regierung beschlossen, die Beteiligung der Armee an der EUMAM Ukraine bis zum 1. Dezember 2028 zu verlängern. Zudem wird die maximale Anzahl der Ausbilderinnen und Ausbilder der Armee, die punktuell für Ausbildungsmaßnahmen entsandt werden können, von fünf auf zehn verdoppelt.

Pressemitteilung der Direktion für Verteidigung (Übertragung aus dem Französischen)