Luc Frieden und Lex Delles nahmen am 3. Nordseegipfel in Hamburg teil

Premierminister Luc Frieden und der Minister für Wirtschaft, KMU, Energie und Tourismus, Lex Delles, haben Luxemburg beim 3ᵉ Nordseegipfel vertre­ten, der am Montag, den 26. Januar 2026, in Hamburg stattgefunden hat.

 

An diesem hochrangigen Treffen nahmen die Staats- und Regierungschefs, Energieministerinnen und -minister sowie Vertreterinnen und Vertreterin­nen aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxem­burg, den Niederlanden, Norwegen und Island teil. Im Mittelpunkt der Ge­spräche stan­den die Intensivierung der Zusammenarbeit bei der Entwick­lung der Windener­gie in der Nordsee und die Koordinierung der europäi­schen Energieinfrastruk­tur.
 

Ein verstärktes Engagement für den europäischen Energiewandel

Obwohl Luxemburg kein Anrainerstaat der Nordsee ist, ist es von den in diesem Rahmen getroffenen Entscheidungen direkt betroffen. Als stark in­dustrialisierte Volkswirtschaft und Nettoenergieimporteur hat das Land ein strategisches Inte­resse daran, einen konzertierten Ansatz zur Stärkung der Verbundnetze, zur Diversifizierung der Energiequellen und zur Beschleuni­gung des Übergangs zu einem nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und wi­derstandsfähigen Energiesys­tem zu unterstützen.

Über die klimatischen und industriellen Herausforderungen hinaus hat der Gip­fel eine gemeinsame Vision für die Energiezukunft Europas hervorgeho­ben: nicht eine Aneinanderreihung von Offshore-Windparks, die jeweils ein einzel­nes Land versorgen, sondern ein integriertes Netz von miteinander verbunde­nen Windparks, die mehrere Staaten gleichzeitig mit Strom und erneuerbarem Wasserstoff versorgen können. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Erzeugung zu optimieren, die Flexibilität des europäischen Energiesys­tems zu erhöhen und die Entstehung eines grenzüberschreitenden Marktes für sauberen Strom zu unterstützen.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Sabotageakte und hybriden Bedro­hun­gen, die sich gegen kritische Infrastrukturen in der Nordsee richten, be­tonten die Teilnehmenden auch die Bedeutung einer verstärkten Zusam­menarbeit im Bereich der Sicherheit. Der Schutz dieser strategischen Ein­richtungen ist zu ei­nem wesentlichen Pfeiler der Energiewende geworden und bedingt die Wider­standsfähigkeit und die Energiesouveränität Europas.

 

Unterzeichnung von Erklärungen zur Stärkung der internationalen Zu­sam­menarbeit

Anlässlich des Gipfels unterzeichnete Premierminister Luc Frieden eine ge­mein­same politische Erklärung, in der Luxemburg sein Engagement für ei­nen aktiven Beitrag zur Entwicklung erneuerbarer Energien in Europa und zur Unterstüt­zung regionaler Kooperationsprojekte in der Nordsee bekräf­tigte.

Luc Frieden betonte: "In einem instabilen geopolitischen Kontext sind un­sere Souveränität und unsere Sicherheit von einer verstärkten Zusammen­arbeit im Energiebereich abhängig. Luxemburg unterstützt nachdrücklich den Aufbau ei­nes wirklich integrierten und grenzüberschreitenden europäi­schen Energie­marktes, der sich auf erneuerbare Energien stützt und der einzige nachhaltige Weg ist, um unsere Unabhängigkeit im Energiebereich und die Widerstandsfä­higkeit Europas zu gewährleisten."

Gleichzeitig unterzeichnete der Minister für Wirtschaft, KMU, Energie und Tou­rismus, Lex Delles, die Hamburg Declaration of Energy Ministers, eine gemein­same Absichtserklärung zur Entwicklung von Kooperationsprojek­ten mit den am Gipfel teilnehmenden Staaten. Die Erklärung zielt darauf ab, die Umsetzung grenzüberschreitender Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Energie­infrastruktur zu beschleunigen.

 

Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit mit Dänemark im Bereich der erneu­erbaren Energien

Bei einem bilateralen Gespräch unterzeichneten Lex Delles und sein Amts­kol­lege Lars Aagaard, dänischer Minister für Klima, Energie und öffentliche Dienst­leistungen, einen bilateralen Vertrag zur Intensivierung ihrer Zusam­menarbeit bei der Entwicklung erneuerbarer Energien bis 2030.

Diese Partnerschaft baut auf einem früheren bilateralen Abkommen und ei­ner Grundsatzvereinbarung über den statistischen Transfer von erneuerba­ren Ener­gien auf und zeigt den starken politischen Willen, gemeinsame Projekte zu för­dern. Der Vertrag sieht eine Stärkung der statistischen Trans­fers vor, um die na­tionalen Ziele für erneuerbare Energien bis 2030 zu errei­chen. Diese Zusam­menarbeit besteht aus einem finanziellen Beitrag von ca. 50,6 Mio. Euro für die vorgesehene Mindestmenge (3.500 GWh) und bis zu 165,44 Mio. Euro, wenn die Höchstmenge (11.300 GWh) erreicht wird, für den Zeitraum zwischen 2025 und 2030.

Der luxemburgische Minister erklärte bei dieser Gelegenheit: "Offshore-Wind­energie ist für die Erreichung der europäischen Klimaziele von ent­scheidender Bedeutung. Auch wenn Luxemburg keinen Zugang zum Meer hat, engagiert es sich seit langem in der Nordsee-Kooperation und spielt mit seinen finanziellen Beiträgen eine Katalysatorrolle. Diese Zusammenar­beit ermöglicht es, saubere und erschwingliche Energie auch für Binnen­länder zugänglich zu machen, um insbesondere unsere energieintensiven Industriesektoren zu unterstützen und gleichzeitig den Ausbau der erneuer­baren Energien auf nationaler Ebene wei­ter voranzutreiben."

 

Eine Delegation luxemburgischer Unternehmen an der Seite der Regie­rung

Luc Frieden und Lex Delles wurden von einer Delegation luxemburgischer Un­ternehmen begleitet, die in den Bereichen Energie, Ingenieurwesen und Infra­struktur tätig sind: ArcelorMittal/Sotel, Creos, Jan De Nul, Port de Mer­tert und GeoXYZ.

Die Anwesenheit dieser Industrieunternehmen zeigt das Interesse Luxem­burgs an den wirtschaftlichen, technologischen und energiepolitischen Möglichkei­ten, die mit der Entwicklung erneuerbarer Energien in der Nord­see verbunden sind.

 

Pressemitteilung des Staatsministeriums und des Wirtschaftsministeriums (Übertragung aus dem Französischen)