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KONZERTHINWEIS | Nik Bohnenberger | 24.11.2019

Sonntag, 24. November 2019

Am Sonntag, dem 24. November 2019 um 20.00 Uhr findet das Konzert von Nik Bohnenberger in der UdK, Bundesallee 1-12, Probensaal statt.

Nik Bohnenberger wurde am 19. Januar 1994 in Bech/Luxemburg geboren. Im Alter von fünf Jahren begann er seine musikalische Ausbildung und begann mit dem Hornunterricht bei Patrick Coljon. Im Jahr 2009 wechselte er ins hauptstädtische Konservatorium, wo er, neben Horn und Klavier, auch Unterricht in Gesang, Kammermusik, Déchiffrage, Harmonielehre, Kontrapunkt und Analyse erhielt. 

Von 2013-2018 studierte er Musik an der Universität der Künste und Deutsch an der Humboldt Universität in Berlin, beides auf Lehramt, doch hatte schon früh die Absicht auch Komposition in einem künstlerischen Studium zu absolvieren: Deswegen studiert er seit Oktober 2018 Komposition bei Elena Mendoza.

Seit seinem Kompositionsbeginn im Jahr 2006, hat sich sein kompositorischer Stil von symphonischen Blasorchesterwerken aus der niederländisch-belgischen Tradition («Pursuit» (2010), „Consectatio“ (2012)) hin zu einer moderneren, experimentelleren Herangehensweise an kammermusikalische Besetzungen („nuages vermeils“ (2016), „impulsions et factures“ (2017)) entwickelt; eine Entwicklung, die jedoch nicht die Auseinandersetzung mit der orchestralen Großform behinderte: Im Juni 2018 wurde zum Anlass des Nationalfeiertags in Luxemburg sein Werk „Festlechen Optakt“ für Symphonieorchester, Chor und Knabenchor in der Philharmonie Luxemburg unter anderem vom Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter der Leitung von Pierre Cao uraufgeführt.

Neben häufigen Konzerten in Luxemburg, wird Bohnenbergers Musik immer häufiger in Deutschland aber auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel Litauen und Kosovo interpretiert.

Mit seinem neuen Werk „puls/insomn/asystol“ wird das erste mal ein Stück von Bohnenberger von einem zeitgenössischen Musikensemble der UdK interpretiert. Das Ensemble Ilinx wurde 2016 von Elena Mendoza und Leah Muir an der UdK neu gegründet und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Interpretation von Werken zeitgenössischer KomponistInnen, sowie aktiv Studierender der Komposition. Dieses Programm verfolgt das Ensemble auch am 24.11., wo Werke von dem 2019 verstorbenen Komponisten Georg Katzer, aber auch Werke der israelischen Komponistin Chaya Czernowin aufgeführt werden, die durch ihr Studium aber auch durch ihre Oper „heart chamber“, die am 15.11. an der Deutschen Oper uraufgeführt wird eine enge Verbindung zu Berlin und der UdK hat. Zu diesen etablierten KünstlerInnen gesellen sich zwei Werke von UdK-Studierenden: Marta-Liisa Talvets „skin“ und Nik Bohnenbergers „puls/insomn/asystol“: Wie die restlichen Stücke des Programms, die alle von einer tief nachempfundenen Menschlichkeit ausgehen, hat auch Bohnenberger versucht in seinen neuesten Auseinandersetzungen mit seinen Klangideen, weg von intellektuell-akademischer und konzeptueller Musik und hin zu höchst persönlicher Musik zu gehen. Wie der Titel verrät, behandelt „puls/insomn/asystol“ den menschlichen Puls, der als gedachte organische Uhr den Nicht-puls, die Asystolie vorausdenkt, ähnlich wie jeder Klang bereits sein eigenes Verklingen in sich trägt. Bei Bohnenberger mündet diese direkte Auseinandersetzung mit dieser existenziellen Thematik in der Schlaflosigkeit, die wiederum für ihn persönlich einen ganz neuen und eigenen Puls generiert. Diese körperliche Thematik klingt in uns und Bohnenberger versucht diesen Klang auf die Bühne zu bringen, dies mit einer etwas ungewöhnlicheren Besetzung: Bassklarinette, Fagott, Tuba, Schlagwerk, sowie Live-Elektronik und Tapes werden dieses Stück von Bohnenberger interpretieren.

Mehr Informationen finden Sie hier .

 
WANN: 24. November 2019, 20.00 Uhr

WO: Universität der Künste, Bundesallee 1-12, Probensaal

 

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