Recherche avancée

Berlin > KULTUR > Maison du Grand-Duché de Luxemburg > AUSSTELLUNG | Filip Markiewicz | Celebration Factory | 29... >

AUSSTELLUNG | Filip Markiewicz | Celebration Factory | 29.11.2019 - 02.02.2020

Montag, 25. November 2019

Ausstellungseröffnung: 29. November 2019 – 19 Uhr Filip Markiewicz (geb. 1980) ist ein Luxemburger Künstler polnischer Herkunft, dessen aus unterschiedlichen Disziplinen bestehende Werke aus Zeichnungen, Video und Installationen ein zusammenhängendes visuelles Ganzes ergeben. Stets auf der Suche nach Erklärungen für unseren Lebensalltag erforscht der Künstler die Allgegenwärtigkeit des Bildes und rückt die Botschaft, die sie vermitteln, in ein anderes Licht. Während der Kapitalismus zu einer Ideologie geworden ist und auf die neuen Kathedralen des Massenexpressionismus setzt, geht Filip Markiewicz einigen Aspekten der Unzufriedenheit in der europäischen Bevölkerung nach: Sozialfürsorge, Migration, Kriege außerhalb unserer Grenzen, religiöser Fundamentalismus, die Verwendung von staatlichem und privatem Reichtum, der Wert der Kunst als Spiegelbild der Kultur. Sein Rückgriff auf Bleistift und Papier entspringt der Notwendigkeit, die Zeichnung als weitverbreitete Ausdrucksform zu nutzen, welche in einer digitalisierten Welt abstrakter Beweise, die von Formen und Farben geprägt ist, einen „echten" Abdruck hinterlässt. Markiewicz wurde ausgewählt, das Großherzogtum Luxemburg auf der Biennale von Venedig (2015) mit seinem Projekt Paradiso Lussemburgo zu vertreten, das gerade in Anbetracht seiner Komplexität und Vielfalt der künstlerischen Disziplinen wegen seiner Kohäsion geschätzt wurde. (© aeroplastics)

Die Kunsthalle Osnabrück präsentiert Celebration Factory,  ein sich entwickelndes Ausstellungs- und Performance-Projekt des Künstlers Filip Markiewicz, das 2016 im NN Contemporary Art Northampton begann und 2018 im Casino Luxembourg - Forum d’Art Contemporain und Anfang 2019 im CCA (Centre for Contemporary Art) Derry~Londonderry fortgesetzt wurde.

Während Europa und die Welt in ihren eigenen Widersprüchen verwickelt sind, indem sie immer noch das Wirtschaftswachstum und den technischen Fortschritt als Heilshorizont der Menschheit feiern, lädt Markiewicz dazu ein, in ein Universum von Zeichen und Bildern einzutauchen, die die Leere unserer aktuellen Diskurse darstellen. Seine Ausstellung ist zum Teil eine Bühne, auf der der Einzelne als Zuschauer des Niedergangs seiner eigenen Zivilisation auftreten kann, wo der Mythos des Automobils in trostlosen Friedhöfen mit verrosteten Motoren und isolierten, nutzlosen Reifen endet, wo riesige Banknoten das trügerische, obszöne Spektakel der (Selbst-)Repräsentation von Politik und Medien vorführen und auf der alle revolutionären und emanzipatorischen Impulse in einer Illusion versinken, die durch endlosen Konsum und die Kunstwelt selbst gefördert wird.
 
 Zwei bedeutende Leihgaben des Bühnenarchivs Oskar Schlemmer bereichern die Ausstellung im Sinne von Markiewicz' Arbeitsweise, Elemente aus der Kunst- und Kulturgeschichte aufzugreifen und zu verarbeiten: Das Original "Bauhaus Signet" (1923/1996) und die "Große Maske Riesenmarionette" (1927/2016) werden während der gesamten Ausstellung gezeigt.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 29. November, 19 Uhr

Ausstellung: 29. November 2019 bis 2. Februar 2020

Ort: Kunsthalle Osnabrück, Hasemauer 1, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten: Dienstag 13 bis 18 Uhr 

Mittwoch bis Freitag 11 bis 18 Uhr 

am zweiten Donnerstag im Monat: 11 bis 20 Uhr 

Samstag/Sonntag 10 bis 18 Uhr

Weitere Informationen gibt es hier.

Zurück zur Ausgangsseite