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Links und Infos über die Europäischen Institutionen in Luxemburg

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Luxemburg – Sitz europäischer Institutionen

In der Nacht vom 24. zum 25. Juli 1952 schlug der luxemburgische Außenminister Joseph Bech in Paris, nach endlos währenden diplomatischen Verhandlungen über die Wahl des Sitzes der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS oder Montanunion), die Stadt Luxemburg als vorläufigen Arbeitssitz der neuen Organisation vor. Seine Amtskollegen stimmten erleichtert diesem Vorschlag zu, der den sofortigen Beginn der Arbeiten ermöglichte, ohne dass jedoch eine endgültige Entscheidung dieser kontroversen Frage gefällt werden musste.

Die Hauptstadt des Großherzogtums wurde so zum vorläufigen Sitz der Hohen Behörde, des Beratenden Ausschusses und des Gerichtshofes der EGKS. Hier wurden ebenfalls die Tagungen des Besonderen Ministerrats abgehalten. Obwohl die Sitzungen der Gemeinsamen Versammlung in Straßburg stattfanden, ließ sich deren Sekretariat in Luxemburg nieder. Diese Entscheidung war von ausschlaggebender Bedeutung für die Stadt, die, wie sich Jean Monnet ausdrückte, zu einem „Knotenpunkt Europas“ wurde.  

Die Frage des Sitzes der gemeinschaftlichen Institutionen war indes von einer endgültigen Regelung noch weit entfernt. Im April 1965 führte die Unterzeichnung des Vertrages über die Fusion der Exekutivorgane der drei Gemeinschaften (EKGS, EWG, EAG/EURATOM zu einer Bündelung der meisten Dienststellen des Rates und der Kommission in Brüssel. Daraufhin verlor Luxemburg den Sitz der Hohen Behörde der EGKS, sicherte sich allerdings im Gegenzug die Präsenz der Justiz- und Finanzbehörden. In dem Beschluss im Anhang zum Fusionsvertrag wurde die Stadt Luxemburg ebenso wie Brüssel und Straßburg als vorläufiger Sitz der gemeinschaftlichen Institutionen genannt.

Auf dem Europäischen Rat von Edinburgh im Dezember 1992 trafen die Vertreter der Mitgliedsstaaten in gegenseitigem Einvernehmen eine Entscheidung hinsichtlich der Festlegung der Sitze der Institutionen. Diese wurde durch das Protokoll Nr. 8, welches den Verträgen durch den Amsterdamer Vertrag von 1997 beigefügt wurde, bestätigt.

Luxemburg ist der Sitz des Gerichtshofes, des Gerichtes erster Instanz, des Rechnungshofes und der Europäischen Investitionsbank. Außerdem haben dort das Generalsekretariat des Europäischen Parlaments und eine ganze Reihe von Generaldirektionen und Dienststellen der Europäischen Kommission ihren Sitz. In den Monaten April, Juni und Oktober hält der Rat der Europäischen Union (Ministerrat) seine Tagungen in ebenfalls Luxemburg ab.

Weitere Informationen finden sie auf den jeweiligen Webseiten der in Luxemburg ansässigen Europäischen Organe und Institutionen:

Europäische Kommission

Europäisches Parlament

Europäischer Gerichtshof

Europäischer Rechnungshof

Europäische Investitionsbank

Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union

Statistisches Amt der Europäischen Union (EUROSTAT)

Übersetzungszentrum für die Einrichtungen der Europäischen Union (CdT)

Rat der Europäischen Union

EFTA-Gerichtshof

Europäischer Stabilisierungsmechanismus (ESM)