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„Schüsse ins Herz der Freiheit“

Dienstag, 05. September 2017

Siegburg, 4. September 2017

 
Der 23. August 1944 steht nicht für ein Ruhmesblatt in der Siegburger Stadtgeschichte, ganz im Gegenteil: Am Morgen erfuhren die jungen Luxemburger Jean Bück (23 Jahre), Camille Körner (19) und Marcel Charpantier (20), die als Kriegsdienstverweigerer im Siegburger Zuchthaus saßen, dass sie erschossen werden sollen. Ursprünglich sollten sie eine Haftstrafe verbüßen, doch das Regime rächte sich mit der Hinrichtung auf brutale Art für einen Anschlag auf einen Nazi-Kollaborateur im Großherzogtum Luxemburg.

Von „Schüssen ins Herz der Freiheit“ sprach Bürgermeister Franz Huhn auf einer Gedenkstunde mit Kranzniederlegung an der Ruine des Uhlrather Hofs, wo die Hinrichtung stattfand. Er erinnerte in seiner Rede daran, dass der Begriff der „Gewaltherrschaft“ für seine „unglaubliche Barbarei“ stehe. Zu der Kranzniederlegung begrüßte das Siegburger Stadtoberhaupt neben rund 25 Gästen aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft auch den Honoralkonsul des Großherzogtums, Prof. Dr. Siegfried Elsing.

Dieser, selbst deutscher Staatsbürger, zeigte sich nach eigenem Bekunden stolz, dass die Siegburger jedes Jahr an den Tag des Verbrechens erinnern.

 
Quelle: Andreas Helfer: Schüsse ins Herz der Freiheit. Kranzniederlegung und Gedenken an Opfer des Naziregimes, in: Kölnische Rundschau, 04.09.2017, S. 25

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