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'Müssen Afrika als Partner sehen' - Außenminister Asselborn im Interview mit dem RBB Inforadio

Dienstag, 20. Juni 2017

Mehr als 65 Millionen Menschen sind im Moment weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg, Vertreibung, Verfolgung, Hunger und Umweltkatastrophen. Oft sind die Ursachen miteinander verbunden. Darauf macht heute der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen aufmerksam. Im RBB Inforadio erklärt Luxemburgs Außen- und Immigrationsminister Jean Asselborn, dass er es als wichtigste europäische Aufgabe ansieht, in die Entwicklungshilfe in Afrika zu intensivieren – auch aus eigenem Interesse.

Weltweit sind mehr Menschen auf der Flucht als je zuvor. Nachdem das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen schon vor einem Jahr mit einem dramatischen Höchststand an die Öffentlichkeit gegangen war, stieg die Zahl der Flüchtlinge zuletzt noch weiter an: Ende 2016 waren es 65,6 Millionen, wie das UNHCR am Montag in Genf mitteilte. Damit lag die Zahl noch einmal um 300.000 höher als im Jahr zuvor. Das Kinderhilfswerk Terre des Hommes verwies auf den großen Anteil minderjähriger Flüchtlinge. Etwa die Hälfte der rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht sei unter 18.
Nach den jüngsten UNHCR-Angaben sind gut 40 Millionen Menschen innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht. Als Flüchtlinge im völkerrechtlichen Sinne bezeichnet das UNHCR weitere 22,5 Millionen Menschen. Sie sind vor Gewalt und Verfolgung aus ihrem Heimatland geflohen. Zudem zählt das Hilfswerk 2,8 Millionen Menschen, die sich um Asyl beworben haben.
Neben Syrien ist vor allem Afghanistan ein Brennpunkt, dort sind im vergangenen Jahr laut UNHCR 4,7 Millionen Menschen geflohen. Zudem seien 4,2 Millionen Iraker auf der Flucht vor Kämpfen und Verfolgung. Vor der Gewalt im Südsudan brachten sich 3,3 Millionen Männer, Frauen und Kinder in Sicherheit.
Größtes Aufnahmeland ist weiterhin die Türkei: Sie beherbergte Ende 2016 laut UNHCR rund 2,9 Millionen Flüchtlinge. Pakistan folgte mit 1,4 Millionen Flüchtlingen, im Libanon hielten sich laut UNHCR Ende 2016 gut eine Million Flüchtlinge auf.

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