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Demokratieindex 2016: Weltweit belegt das Großherzogtum den 11. Platz

Donnerstag, 02. März 2017

Das Forschungsinstitut Economist Intelligence Unit, welches dem Zeitschriftenverlag The Economist Group angehört, befasst sich primär mit politischen sowie wirtschaftlichen Analysen.

Seit 2006 prüft das Forschungsinstitut jährlich den Demokratieindex von weltweit 165 Ländern; dabei wird der Index in vier verschiedene Kategorien unterteilt: vollständige Demokratien, unvollständige Demokratien, Hybridregime (eine Mischform aus Autokratie und Demokratie) sowie autoritäre Regime.

© The Economist Intelligence Unit

Die Rangliste des Demokratieindex(es) steht in keinem direkten Zusammenhang zur Wettbewerbsfähigkeit und Marktattraktivität der Staaten, sondern legt eine Momentaufnahme des Demokratiezustandes in den jeweiligen Ländern dar. Der analysierte Index beruht auf folgenden fünf gruppierten Kategorien: Wahlprozess und Pluralismus (d.h. eine Vielfalt gesellschaftlicher Kräfte in politischen Gemeinschaften); Zivilfreiheiten und Bürgerrechte; Funktionsweise der Regierungsinstitutionen; politische Partizipation sowie politische Kultur.

Der Mittelwert der zusammengerechneten Indikatorpunkte basierend auf den oben erwähnten Kategorien stellt somit die Platzierung des Landes in der Liste dar.

Das Großherzogtum platziert sich mit einem Durchschnittswert von 8.81 Punkten (von möglichen 10) auf den 11. Rang. Das Land brilliert insbesondere in den Kategorien „Wahlprozess und Pluralismus“ (10/10 Punkte) sowie „Zivilfreiheiten und Bürgerrechte“ (9.71/10 Punkte).

Des Weiteren kann festgehalten werden, dass Luxemburg sich vor seine Nachbarländer klassiert: Deutschland belegt den 13. Platz, Frankreich platziert sich auf Rang 24 und Belgien nimmt den 35. Platz ein. Während die skandinavischen Länder, darunter Norwegen, Island und Schweden, in der Studie als demokratische Spitzenreiter beschrieben werden; stellen der Tschad, Syrien und Nordkorea, die autoritärsten Staaten beim Demokratieindex, dar.

Die Studie des Demokratieindexes gewinnt an Relevanz, wenn man bedenkt, dass es durch die vielen politischen Umbrüche im Jahr 2016 zu massiven Änderungen und Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Demokratieverständnisses innerhalb der Gesellschaft gekommen ist.  

Weitere Informationen unter: Democracy Index 2016

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