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Das Dorf Schengen wurde als erstes luxemburgisches Gelände für das Europäische Kulturerbe-Siegel ausgewählt

Donnerstag, 07. Dezember 2017

Die europäische Kommission hat am 5. Dezember 2017 bekannt gegeben, dass das Schengener Dorf von einem unabhängigen Expertenkomittee für die Zuweisung des „Europäischen Kulturerbe-Siegels“ auserkoren wurde.

Aufgrund der Entscheidung N°1194/2011/UE des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. November 2011 welche eine Aktion der Europäischen Union für das Europäische Kulturerbe-Siegel aufgestellt hat, wird dieses Label Geländen zugewiesen, die als Meilenstein für die europäishen Werte, Geschichte, das geteilte europäische Kulturerbe, sowie für die Werte der nationalen und regionalen Diversität gelten. Das Label soll somit dazu beitragen das Zugehörigkeitsgefühl der europäischen Bürger, insbesondere der Jugendlichen, zur Union zu stärken, und einen interkulturellen Dialog zu stimulieren.

Seit 2013 wurde das „Europäische Kulturerbe-Siegel“ (European Heritage Label, Label du patrimoine européen) an 29 Gelände vergeben. Dieses Jahr haben 19 Mitgliedsstaaten 25 Orte vorgeschlagen, von denen 9 zurückbehalten wurden: Die Gelände des musikalischen Erbes Leipzigs (Deutschland), die Synagoge in der Dohány-Straße (Ungarn), das Fort Cadine (Italien), Die Kirche von Javorca (Slovenien), das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler und dessen Nebenlager (Frankreich und Deutschland), das Sighet-Memorial (Rumänien), das Kohlebergwerk „Bois du Cazier“ (Belgien), das Dorf Schengen (Luxemburg) und der Maastrichter Vertrag (Niederlande).

Das Dorf Schengen ist der erste luxemburgische Ort der für dieses Label ausgewählt wurde. Nach einem ersten Versuch 2013, wurde die Schengener Kandidatur aktiv vom Kulturministerium und vom neuen Koordinator des Europäischen Kulturerbe-Siegels unterstützt.

Tatsächlich symbolisiert Schengen eines der bedeutendsten Resultate europäischer Integration seit der Unterzeichnung des „Schengener Abkommens“ am 14. Juni 1985 an Bord der „Princesse Marie-Astrid“ an dem Schengener Moselufer. Durch dieses Abkommen haben sich Frankreich, Deutschland und die BeNeLux Länder dafür eingesetzt die Grenzkontrollen innerhalb dieser Länder aufzugeben. Am 19. Juni 1990, wurde am gleichen Ort ein zweites Abkommen unterschrieben, welches die legalen Anwendungsmodalitäten des „Schengener Abkommens“ festlegte. Heute zählen 26 Mitgliedsstaaten zum „Schengener Raum“ und ist zum Synonym für den freien Reise- und Warenverkehr geworden.

Das Europäische Zentrum Schengen, geführt von der Association Schengen a.s.b.l., plant gezielte Aktivitäten, die sich besonders an junge Leute und an Beauftragte für die Umsetzung des „Schengener Abkommens“ richten.

Offiziell ernennt die Kommission die neuen Orte im Februar 2018, wobei eine Zeremonie zur Plakettenübergabe im März 2018 in Bulgarien stattfindet. Die amtliche Legung des „Europäischen Kulturerbe-Siegels“ auf dem Schengener Gelände findet im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres 2018 statt.

 

Pressemitteilung durch das luxemburgische Kulturministerium

 

 

Weitere Infos unter: ec.europa.eu

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