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14. Informelles Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter

Publié le vendredi 29 septembre 2017

© Cour grand-ducale / Olivier Minaire

 
Auf Einladung Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog sind die Staatsoberhäupter der sechs deutschsprachigen Länder und ihre Ehepartner am 27. September 2017 in Luxemburg zusammengekommen. Schwerpunkt des Treffens waren die aktuellen Herausforderungen der Integration und Immigration, sowohl in gesellschaftlicher als auch kultureller Hinsicht.

Nach ihrem letzten Treffen im September 2016 in Eupen (Belgien) hielten die Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder ihr diesjähriges Treffen in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums der Abtei Neumünster im historischen Kern der luxemburgischen Hauptstadt. Dort wurden sie sehr herzlich von Ihren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und der Großherzogin empfangen.

Als Erste angekommen, haben S.E. Herr Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, und seine Gattin Frau Elke Büdenbender einige Worte mit ihren Gastgebern gewechselt und sich anschließend von den aus verschiedenen Ländern angereisten Fotografen fotografieren lassen.

Es folgte die Ankunft S.E. Herrn Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich, und seiner Frau Doris Schmidauer, S.E. Frau Doris Leuthard, Präsidentin der Schweizerischen Eidgenossenschaft, und ihres Ehegatten, Herrn Roland Hausin. Schließlich hatten der Großherzog und die Großherzogin die große Freude, S.A.S. den Kronprinzen Alois von und zu Liechtenstein, S.A.S. die Kronprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein und Ihre Majestäten der König und die Königin von Belgien begrüßen zu dürfen.

Nach dem traditionellen Gruppenfoto mit den Kasematten im Hintergrund nahmen die Staatsoberhäupter und ihre Ehepartner an unterschiedlichen Programmen teil.

Während des Arbeitstreffens befassten sich die Staatsoberhäupter mit den Problemen und Chancen der Migration in Europa, insbesondere Luxemburg und den anderen deutschsprachigen Staaten. Wichtige Faktoren der Integration, insbesondere Sprache, Bildung und Arbeitsmarkt wurden in Anwesenheit von zwei Professoren der Universität Luxemburg, Herrn Helmut Willems und Frau Birte Nienaber, analysiert.  

Das Thema der Integration und der Identität in einer multilingualen Gesellschaft standen ebenfalls auf dem Programm der Ehepartner, jedoch wurde sich des Themas kulturell angenähert. In Zusammenarbeit mit dem trinationalen Kulturinstitut Pierre Werner bestand der erste Teil des Programms aus einer literarischen Begegnung und einer darauffolgenden Diskussion zwischen drei luxemburgischen Schriftstellern (Pol Greisch, Alexandra Fixmer und Guy Helminger). Die drei Schriftsteller gehören drei unterschiedlichen Generationen an; jeder drückt sich in einer der drei offiziellen Sprachen Luxemburgs (Luxemburgisch, Deutsch, Französisch) aus. Der erste Teil des Programms wurde mit einer Lesung der luxemburgischen Schauspieler Eugénie Anselin und Steve Karier abgeschlossen.

Daraufhin erhielten die Ehepartner der Staatsoberhäupter Erklärungen zum europäischen Institut der kulturellen Routen, das seinen Sitz in den Räumlichkeiten der Abtei Neumünster in Luxemburg hat. Diese erhielten sie von Frau Colette Flesch, der Präsidentin des Instituts.

Die Gäste nahmen anschließend an einer Führung von Marc Angel, dem Präsidenten des LCTO (Luxembourg City Tourist Office), teil, die durch den Vorhof der Abtei führte. Dies ist der Startpunkt einer kulturellen Route, die auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerben steht.

Der Presse gegenüber teilte der Großherzog mit, dass die jährlichen Treffen eine ausgezeichnete Gelegenheit seien, um die Beziehungen zwischen den verschiedenen Staaten zu festigen und den Austausch im deutschsprachigen Raum zu fördern. Das Staatsoberhaupt erklärte, die Integration und die Immigration als Thema gewählt zu haben, da es sich hierbei um sehr emotionale Themen handle. Um Lösungen zu finden, die „funktionieren“, so das Staatsoberhaupt, sei eine rationelle Annäherung erforderlich.

Abschließend bedankte sich der Großherzog bei allen Staatsoberhäuptern für diesen „offenen und motivierenden“ Austausch und kündigte an, dass das nächste Treffen in der Schweiz stattfinden wird.

Nach einem Besuch der Philharmonie und des Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam) mit anschließendem Empfang nahm das Tagesprogramm sein Ende.

Die Staatsoberhäupter und ihre Ehepartner wurden im Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean von Ihrer Königlichen Hoheit der Erbgroßherzogin, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stiftung Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, empfangen.

 
Quelle: www.monarchie.lu

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